In einem Land vor unserer Zeit …
Seit Jahrtausenden bevölkern die Irular Adivasi ausgedehnte frucht- und artenreiche Wälder im Süden Indiens in spiritueller Verbundenheit mit der Natur. Nur ein halbes Jahrhundert ist es her,
dass die Nabelschnur, die die Ureinwohner mit ihrer Wildnis-Mutter verbindet, unwiderruflich durchtrennt wurde. Heute - aus den Wäldern vertrieben und in trostlosen Reservaten zersiedelt - ringen
Indiens Indigene am seidenen Faden ihrer in mythischen Parallelwelten gehuldigten Naturgottheiten ums Überleben. Trotz materieller Not sind Irular Frauen und Männer - anders als zum Beispiel im
indischen Mainstream - gleichberechtigt.
Wir wollen, dass diese lebensbejahenden Menschen Auswege finden aus ihrer leidvollen Diaspora. Wie wollen die Selbständigkeit der Irular-Mädchen und Irular-Frauen erhalten, wir wollen für die
Ureinwohner des indischen Subkontinents ein Leben voll Würde und Respekt, im Einklang mit ihrer angestammten, spirituellen Identität.
Kulturhaus in Mamandur
Ein zweistöckiges, monsunsicheres Kulturhaus wurde in Mamandur Ende April 2026 fertiggestellt, das als Zentrum für Bildung, Kultur und Gesundheit dient. Es verbindet traditionelle und moderne Aspekte, indem es Räume für Bildung, kulturelle Veranstaltungen sowie die Anwendung traditioneller und moderner Medizin bietet. Dieses Haus fördert den Erhalt der einzigartigen kulturellen Identität der Irular, unterstützt den intergenerationalen Wissensaustausch und schafft einen Treffpunkt für die gesamte Gemeinschaft. Diese Projekte sind konkrete Schritte, um die Lebensbedingungen der Irular Adivasi langfristig und nachhaltig zu verbessern sowie ihre Eigenständigkeit und kulturelle Identität zu stärken.
